“Wir bleiben dran!” Antifaschistische Demo am 11. Oktober 2014 in Göppingen

121894Seit mehreren Jahren ist die Region Göppingen Schwerpunkt faschistischer Aktivitäten. Rund um eine Gruppe insbesondere junger Neonazis, die sich selbst als „Autonome Nationalisten (AN)“ bezeichnen, hatte sich eine der aktionistischsten und umtriebigsten Nazigruppierungen in Baden-Württemberg herausgebildet. Rechte Propaganda, öffentliche Auftritte und Übergriffe auf Andersdenkende und MigratInnen sorgten für eine unübersehbare faschistische Präsenz in und um Göppingen. Die offensichtlichsten Augenblicke für die wachsenden rechten Strukturen im Landkreis waren die faschistischen Aufmärsche im Oktober 2012 und 2013 mit jeweils etwa 150 Nazis. Continue reading

Aufruf zur Prozessbeobachtung

 

logo-rotehilfe1+++ Repres­sion nach Pro­tes­ten gegen Nazi­auf­marsch: Frei­bur­ger Anti­fa­schist am 21.Mai in Göp­pin­gen vor Gericht +++ Gemein­same Anreise ab Frei­burg +++ Unter­stützt die Solierklärung +++ 

Am 12. Okto­ber 2013 folg­ten Frei­bur­ger Anti­fa­schis­tin­nen und Anti­fa­schis­ten dem Auf­ruf des Göp­pin­ger Bünd­nis­ses „Nazis Stop­pen“ um gemein­sam mit vie­len ande­ren den ange­kün­dig­ten Auf­marsch der „Auto­no­men Natio­na­lis­ten Göp­pin­gen“ zu ver­hin­dern. Auf den Auf­marsch mobi­li­sier­ten die Faschis­ten süd­deutsch­land­weit.
Die „AN Göp­pin­gen“ soll mitt­ler­weile als kri­mi­nelle Ver­ei­ni­gung ver­bo­ten wer­den.
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Aufruf zur antifaschistischen Prozessbeobachtung

Am 28.April findet vor dem Amtsgericht Göppingen ein Prozess gegen einen Antifaschisten aus Villingen-Schwenningen statt.
Im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Naziaufmarsch am 12.Oktober 2013 in Göppingen wird gegen den Genossen Anklage erhoben.

Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf zur antifaschistischen Prozessbeobachtung des Arbeitskreises Antirepression aus Villingen-Schwennigen
“Ein breites Bündnis aus antifaschistischen und gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen rief zu Widerstand auf. Am 12.Oktober versuchten Antifaschisten und Antifaschistinnen mit vielfältigen Aktionen den Aufmarsch der Faschisten zu verhindern.
Dem Villinger Antifaschisten wird nun versuchte schwere Körperverletzung gegenüber einem Polizisten vorgeworfen. Er soll versucht haben diesen mit einer Fahne anzugreifen. Zeigt euch mit dem Genossen solidarisch und kommt zum Prozess!

28.April | 10:20 Uhr | Pfarrstraße 25 | Sitzungssaal 2
Kommt pünktlich, da das Amtsgericht Göppingen Vorkontrollen angekündigt hat!
Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig und legitim!
Werdet Mitglied der Roten Hilfe! Internetseite der Roten Hilfe: http://www.rote-hilfe.de
Arbeitskreis Antirepressionen Villingen-Schwenningen!”

Aufruf zur Antifaschistischen Prozessbeobachtung

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Am 25. März findet um 14:00 Uhr vor dem Amtgericht Göppingen ein Prozess gegen einen Antifaschisten statt der sich an den Gegenprotesten zum Naziaufmarsch am 06. Oktober 2012 beteiligte. Der Nazi-Gegner wurde in der Friedrichstraße von Zivilpolizisten mit dem Auto angefahren und mehrere Meter auf der Motorhaube mitgeschleift. Nun wird dem Angeklagten Sachbeschädigung und Nötigung seitens der Justiz vorgeworfen.

Dazu Tim Schmidt, ein Sprecher des Bündnisses NAZIS STOPPEN: “Nach dem gewaltsamen Vorgehen der Polizei gegen AntifaschistInnen in den letzten Jahren versucht die Staatsanwaltschaft nun die Opfer von Polizeigewalt zu Tätern zu machen und klagt einen jungen Mann an, der Polizisten angeblich dazu genötigt habe ihn anzufahren und wirft diesem vor dadurch das Polizeiauto beschädigt zu haben.” zudem fügt er hinzu “Wir dürfen uns durch solche Angriffe der Justiz nicht einschüchtern lassen, sondern müssen solidarisch zusammen stehen und weiterhin aktiv gegen Nazis vorgehen.”

Unterstützt den Angeklagten und kommt zur Prozessbeobachtung!
Solidarität ist eine Waffe!

Termin:
Dienstag, 25. März | 14:00 Uhr
Amtsgericht Göppingen (Pfarrstraße 25, 73033 Göppingen)

 

Ermittlungen gegen Autonome Nationalisten Göppingen als kriminelle Organisation

gp_fb_headerVerbot der „Autonomen Nationalisten Göppingen“ (ANGP)
Am Morgen des 26. Februars 2014 durchsuchte die Polizei 19 Wohnungen in den Landkreisen Göppingen, Esslingen und Rems-Murr. Grund der Maßnahmen, die sich gegen 18 Nazis richteten, ist ein Verfahren zum Verbot der ANGP als kriminelle Vereinigung.
Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiches Propagandamaterial, Sprühschablonen, NS-Devotionalien, Schriftstücke, elektronische Speichermedien, Computer, Mobiltelefone, Schreckschusspistolen, Schlagstöcke, Schlagringe, Wurfsterne und Quarzsandhandschuhe sichergestellt. Zudem wurden gegen vier führende Köpfe der ANGP Haftbefehle vollstreckt. Darunter befand sich auch der Anmelder der Nazidemonstrationen und Vorsitzender der Partei „DIE RECHTE“ Baden-Württemberg, Daniel Reusch.
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Verfahren gegen Nazigegner eingestellt

P1150620Am 25. Februar stand ein Nazigegner in Göppingen vor Gericht, nachdem er einen Strafbefehl von 60 Tagessätzen á 50€ widersprochen hatte. Vorgeworfen wurde dem 52-Jährigen das „Führen von Waffen“ am 12. Oktober 2013 während der Proteste gegen die Nazidemonstration.
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Göppinger Erklärung: Massiver Polizeieinsatz ermöglicht Naziaufmarsch! Antifaschismus ist nicht kriminell!

Das Bündnis „Nazis Stoppen!“ hat sich 2013 mit dem Ziel gegründet, den Aufmarsch der Nazis in Göppingen durch Blockaden und zivilen Ungehorsam zu verhindern. Der Aufruf dazu wurde von über 70 Organisationen, Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen unterstützt, u.a. von der ver.di Jugend Baden-Württemberg, prominenten Politikern, unterschiedlichen antifaschistischen Gruppen sowie dutzenden Einzelpersonen. Mit der  “Göppinger Erklärung” zieht das Blockadebündnis noch einmal eine kritische Bilanz und gibt einen Ausblick auf die weitere gemeinsame Arbeit in den nächsten Jahren.

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Kessel gegen AntifaschistInnen: Politisches und juristisches Nachspiel für Göppinger Polizei

Stuttgart/Göppingen: Unter dem Titel „Antifaschistischer Widerstand ist notwendig!“ haben über 40 Initiativen und Organisationen  darunter auch unser Bündnis NAZIS SSTOPPEN! eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Inhaltlich sprechen sie sich gegen die Polizeikessel und Ingewahrsamnahmen am 12. Oktober in Göppingen aus. Medien berichteten von bis zu 500 festgenommenen Antifaschistinnen und Antifaschisten die gegen einen Naziaufmarsch demonstrierten. In der Erklärung heißt es hierzu: „Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass AntifaschistInnen festgesetzt, eingeschüchtert und kriminalisiert werden!“ Continue reading

WIR MACHEN WEITER!

PlakatDas Bündnis NAZIS STOPPEN! bleibt bestehen und wird auch die nächsten Jahre antreten um Naziaufmärsche in Göppingen zu verhindern.
Wir unterstützen die ” Erklärung gegen die Einschüchterung und Kriminalisierung von AntifaschistInnen” des Bündnisses für Versammlungsfreiheit und rufen dazu auf die Erklärung ebenfalls zu unterstützen!
Auch von uns wird es zeitnah eine Erklärung geben.
Als Bündnis bereiten wir gerade Infoveranstaltungen zum Thema Polizeiwillkür, Repression und Kesselklagen vor. Diese Veranstaltungen werden in Kooperation mit dem AK Kesselklage, dem Bündnis für Versammlungsfreiheit und der Roten Hilfe durchgeführt Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt. Konkret bitten wir alle die rechtlich gegen die Kessel und die Polizeiwillkür am 12. Oktober 2013 vorgehen wollen, sich an den AK Kesselklage zu wenden. Die Kontaktadresse ist Kontakt [at] kesselklage.de

Wir bedanken uns nochmals bei allen die nach Göppingen gekommen sind um sich den Nazis in den Weg zu stellen!

[GP] 12.Oktober: Vielfältige antifaschistische Aktionen! Kurzbericht

P1150018Seit knapp drei Monaten mobilisieren Antifaschistinnen und Antifaschisten im Bündnis “Nazis stoppen!” zu Gegenprotesten nach Göppingen. Am heutigen 12. Oktober sollte nun der großspurig angekündigte Aufmarsch der selbsternannten “Autonomen Nationalisten” von statten gehen. Über 1500 GegendemonstratInnen stellten sich seit den frühen Morgenstunden dem Aufmarschversuch entgegen und versuchten, die Route der Nazis zu blockieren. Letztlich ist es nicht gelungen, die Demonstration der Faschisten zu unterbinden, dennoch musste die Polizei die Route der etwa 140 Nazis aufgrund der Gegenproteste um mehr als 1/3 kürzen. Den gesamten Tag über gingen 2000 PolizistInnen und Spezialkräfte rigoros gegen Blockadeversuche vor. Mehrere Dutzend Menschen wurden dabei verletzt, einige davon schwer. Annähernd 200 Menschen wurden den gesamten Tag über in Gewahrsam genommen. Continue reading